Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement

Modellierung, Simulation, Optimierung von Prozessen
Simulationsgestütztes Feinplanungssystem mit automatischer Modellerzeugung

Moderne Technologien der Aufbau- und Verbindungstechnik können sich nur dann auch am Markt behaupten, wenn die zugehörigen industriellen Fertigungsprozesse in ihrer Gesamtheit beherrscht werden. Im Fokus der Arbeitsrichtung stehen die Ablaufplanung und -steuerung in diskreten Fertigungssystemen der Elektronikproduktion und deren Auswirkungen auf Qualität und Kosten der jeweiligen Produkte. Dabei werden neben analytischen Modellen vor allem Simulationsmethoden in Verbindung mit heuristischen Optimierungsverfahren eingesetzt. Die gewonnenen Erkenntnisse, Methoden und Werkzeuge eignen sich auch für artverwandte diskrete Fertigungsprozesse oder logistische Systeme.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten konzentrieren sich vor allem auf die Weiterentwicklung der Simulationsmethode als effektives Instrument zur Planung und Steuerung von Fertigungsprozessen, das auch für kleine und mittlere Unternehmen zunehmend an Attraktivität gewinnen wird. Neben der reinen Elektronikproduktion werden auch neue Anwendungsfelder in Fertigungs- und Logistiksystemen erschlossen.
Neue heuristische Optimierungsverfahren in Verbindung mit modernen Elementen der Multiagenten- und Grid-Technologie werden die simulationsgestützten Optimierungssysteme weiter vervollkommnen mit dem Ziel, praktikable online-fähige Anwendungen für schwer lösbare Probleme anbieten zu können. Erweiterte Objektbeschreibungen erleichtern die Abbildung der Wechselwirkungen von Zeit-, Kosten- und Qualitätskenngrößen in einem gemeinsamen Simulationsmodell.

Weitere Informationen

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Ansprechpartner Simulation und Optimierung von Fertigungsprozessen
Dipl.-Math.
Dirk Schloß
Tel.:
(0351) 463 31696
Qualitätsmanagement
Aufgaben der Qualitätssicherung in einer SMT-Fertigungslinie

Die Aufbau- und Verbindungstechnik wird insbesondere aus der Automobilindustrie mit ständig steigenden Qualitätsanforderungen konfrontiert. Ein Hauptziel ist dabei die konsequente erfolgreiche Umsetzung der Qualitätsstrategie „Six sigma“. Das Arbeitsgebiet Qualitätssicherung widmet sich dazu insbesondere der aktiven Anwendung der DMAIC - Methode (Define, Measure, Analyse, Improve, Control) in Elektronikfertigungen mit besonderer Konzentration auf Problematiken der Aufbau- und Verbindungstechnik. Dabei stehen praktische Anwendungen der SPC (Statistical Process Control), MFU / PFU (Maschinen- und Prozessfähigkeitsuntersuchungen) und der statistischen Versuchsplanung (DoE, Design of Experiments) einschließlich der Adaption dieser Methoden an die Besonderheiten von Fertigungsprozessen der Elektronik im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die numerische Analyse von Zuverlässigkeitsdaten.

Die weitere Miniaturisierung, der Übergang zur Nanoelektronik und die zunehmende Verwendung von dreidimensionalen Aufbauten stellen auch neue Anforderungen an die Qualitätssicherung. Das Verhältnis zwischen dem für die Qualitätsregelung auswertbaren Nutzsignal und dem immer vorhandenen Störsignal, das insbesondere durch zufällige Änderungen verursacht wird, wird durch die genannten Tendenzen weiter verschlechtert. Dies erfordert die Entwicklung neuer Evaluationsmethoden sowie die Anpassung und Spezialisierung der vorhandenen Methoden für diese quantitativ und qualitativ neuen Anforderungen.

Ansprechpartner Qualitätsmanagement
Dr.-Ing. habil.
Heinz Wohlrabe
Tel.:
(0351) 463 35479